Mein erstes "richtig" verzwirntes Garn

Verzwirnen

Mit dem Verzwirnen hatte ich bis vor Kurzem so meine Probleme. Neulich bin ich nun im Internet auf die Seite von chantimanou handSpinnerey gestoßen und hab mir in der Zwischenzeit wahrscheinlich schon alle Videos von ihr angeschaut. Meine Spinnräder fristeten in den letzten Jahren ja ein eher trauriges und langweiliges Leben. Eigentlich waren sie mir immer nur im Weg, vor allem beim Staubsaugen und Bodenwischen. Aber nach den lebhaften, erfrischenden Videos von Chanti hab ich nun echt Lust bekommen, mal wieder zu spinnen.

Auf meinem Ashford Traditional hatte ich noch eine Spule mit einfarbig grünen Kammzug, den ich vor bestimmt 2 Jahren angefangen habe zu verspinnen. Eine zweite Spule mit grünen Farbverlauf musste auch noch irgendwo sein. Ich musste doch tatsächlich erst ein Weilchen nach meiner Lazy Kate mit dieser Spule suchen. Hatte sie sich doch hinterlistiger Weise hinter dem Vorhang versteckt. Beide Faden wollte ich zusammen verzwirnen. Das war wahrscheinlich auch damals der Grund, warum ich nicht weiter gesponnen habe. Ich hasste (Vergangenheitsform) Zwirnen! Irgendwie hat das bei mir nie richtig geklappt. Aber nachdem ich mir nun Chantis Tutorials angesehen habe – was soll ich sagen, es klappt hervorragend. Man sollte nicht meinen, was so ein Topf Wasser ausmacht. Ich hatte mein Garn immer so verzwirnt, dass es am Spinnrad (also vor dem Einzugsloch) ausgeglichen war. Das hat sich aber bei Verstricken der Wolle dann immer als viel zu wenig Drall herausgestellt. So waren meine Strickergebnisse immer irgendwie verzogen. Aber hey, wenn das Garn mit mehr Drall verzwirnt und anschließend in ein Entspannungsbad legt, dann sieht das Ergebnis doch eigentlich gar nicht schlecht aus, oder? Und prompt macht auch Spinnen wieder super großen Spaß.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.