Kunschtwerks nadelgebundene Armstulpen im Lavendelo

Barbaras nadelgebundene Armstulpen im Lavendelo

Bei den momentanen Temperaturen kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass ich demnächst nadelgebundene Armstulpen brauche, aber ich glaube, das täuscht. Schließlich haben wir schon Mitte Oktober und der Winter kommt bestimmt. Also besser vorsorgen und schon mal die dicke Wolle und die Nadelbinde-Nadel hervorgeholt. Und wenn Ihr schon immer mal wissen wolltet, wie Nadelbinden geht, dann schaut doch mal in das aktuelle Herbstheft der Zeitschrift „Das Lavendelo“. Dort findet Ihr meine Anleitung zu einfachen nadelgebundenen Armstulpen.

Viele von Euch kennen es sicher schon: „Das Lavendelo“ – Die Zeitschrift für kreative Geister und naturverbundene Seelen. Ich lese die Zeitschrift schon seit einigen Ausgaben und finde sie sehr inspirierend. Die Autoren und Autorinnen des Lavendelos schreiben alle über Dinge und Sachen, die sie selber machen. Der Slogan der Zeitschrift ist daher auch: Natürliches. Selber. Machen. Ich verrate Euch kein Geheimnis, wenn ich sage, dass mich das natürlich sofort anspricht.

Um so mehr freue ich mich, dass ich in der aktuellen Ausgabe 8 mit dem Oberthema „Bewahren“ mit einer Anleitung für nadelgebundene Armstulpen vertreten bin. Außerdem bin ich ganz stolz, dass mein Artikel gleich auf der Seite des Inhaltsverzeichnisses angekündigt wird:

Meine Anleitung für nadelgebundene Armstulpen auf der Seite des Inhaltsverzeichnisses im Lavendelo

Das Lavendelo erscheint vierteljährlich und richtet sich laut den beiden Herausgeberinnen Christiane Büch und Tine Sprandel an „offen und wache Menschen, die etwas mit den eigenen Händen natürlich gestalten und mehr von unserer vielfältigen Umwelt und dem fairen Wirtschaftsleben erfahren möchten“. Um unabhängig und selbstständig arbeiten zu können, haben die beiden für das Lavendelo einen Verlag gegründet.

Das Lavendelo Ausgabe 8

Also schaut mal rein in die aktuelle Ausgabe und schreibt mir, wie Euch die Zeitschrift oder meine Anleitung für die nadelgebundenen Armstulpen gefallen hat.

Ankündigung zum Thema Nadelbinden

Und wer das hier aktuell liest, dem sei noch einmal gesagt, dass ich am Samstag, den 20. Oktober 2018 von 14:30 bis 16:30 Uhr im Maschenmuseum in Albstadt-Tailfingen eine Vorführung zum Thema Nadelbinden mache. Näheres findet ihr hier.

 

Nadelbinden im Maschenmuseum

Titelbild Nadelbinden

Ich freu mich total! Ich bin am Samstag, den 20. Oktober 2018 im Maschenmuseum in Albstadt-Tailfingen zur Stricklounge von 14:30 – 16:30 Uhr eingeladen, um dort das Nadelbinden vorzuführen. Wie ihr wisst, praktiziere ich ja gerne alte Textiltechniken und das Nadelbinden zeige ich besonders gern, da es heute leider kaum noch jemand kennt. Da muss man doch Abhilfe schaffen, oder?

Flyer des Maschenmuseums für den Treff zum Nadelbinden

Das Nadelbinden habe ich hier schon mal kurz erläutert. Hier sei nur kurz nochmal gesagt, dass es eine sehr alte textile Technik ist, bei der mit Nadel und Faden Schlaufen aneinandergereiht und so textile Flächen hergestellt werden. Nadelbinden war in den unterschiedlichsten Kulturen anzutreffen, heute kennen wir hauptsächlich Funde aus Skandinavien. Das Nadelbinden gilt heute als Vorgänger des Strickens bzw. Häkelns. Dabei ähnelt die Technik mehr dem Häkeln, das Erscheinungsbild aber mehr dem Gestrickten. Zu beiden Techniken bestehen allerdings entscheidende Unterschiede.

Ich werde einen kurzen Überblick über die Geschichte und die Techniken des Nadelbindens sowie eine Einführung in die verschiedenen Stiche geben. Und wer will kann das Ganze natürlich auch gleich an Ort und Stelle ausprobieren. Bringt einfach eine dicke Filzwolle mit – am besten ein Singlegarn mit einer Lauflänge von 100 m auf 100 g. Nadelbindenadeln bringe ich einige mit. Ihr könnt aber gerne einfach auch mit einer dicken Stopfnadel mit großem Öhr loslegen.

Leute, der Winter steht vor der Tür! Kalte Ohren, kalte Füße oder Hände will niemand. Mit dicken Mützen, Socken oder Handschuhe wie die alten Wikinger seid ihr für den strengsten Winter gewappnet? Außerdem ist es auch nicht mehr lange bis Weihnachten und nadelgebundene dicke Socken hat nicht jeder unterm Christbaum! Echte Unikate!

Nadelgebundene Socken und Mütze

Neugierig geworden? Dann kommt doch vorbei! Ich freue mich auf euch!

Hier könnt ihr den Flyer ausdrucken: Flyer_Nadelbinden

Nadelbinden – was bitte?

Nadelgebundenes im Oslo-Stich

Was ist Nadelbinden?

Beim Nadelbinden wird ein endlicher Faden mit einer Nadel in Schlingen gelegt und durch einen Verbindungsstich miteinander verbunden, wobei der gesamte Fadenvorrat durch die Schlinge gezogen wird.

Geschichte und Herkunft

Nadelbinden ist eine sehr alte Erfindung des Menschen, das belegen Funde aus der jüngeren Steinzeit. Berühmt sind vor allem bronzezeitliche skandinavische Funde. Auch gibt es in Skandinavien eine ungebrochene Nadelbinde-Tradition, weswegen sich die skandinavische Bezeichnung Nålbinding heute weitestgehend durchgesetzt hat. Bei uns in Deutschland war die Technik ausgestorben, da sie ab dem 13. Jahrhundert durch das aus der arabischen Welt eingeführte Stricken langsam verdrängt wurde. Eine Wiederentdeckung und -belebung des Nadelbindens erfolgte bei uns erst in jüngster Zeit vor allem durch den großen Zulauf zur living-history- und re-enactment-Szene.

Was braucht man?

Nadelbindenadeln
Nadelbindenadeln

Man benötigt nur eine Nadelbinde-Nadel und ein Garn aus echter Wolle, das sich filzen lässt. Die Nadelbinde-Nadel ist deutlich größer als eine normale Nähnadel. Sie ist ca. 10 cm lang, bis zu 0,5 cm breit und dabei relativ flach. Sie hat ein großes Öhr, damit man die dicke Wolle hindurch bekommt und vor allem hat sie eine stumpfe Spitze, so dass man damit nicht das Garn durchsticht, sondern die Nadel immer durch die Schlingen schlüpft. Traditionell werden Holz-, Horn- oder Knochennadeln benutzt.