Spinn-Werkstatt 2016

Spinn-Werkstatt 2016

Spinn-Werkstatt 2016Am Samstag, den 19. November 2016 um 11:00 Uhr gebe ich bei Inken Bubeck auf dem wunderbar idyllisch gelegenen Lana Salta-Hof in Murrhardt-Hinterbüchelberg schon zum zweiten Mal einen Spinnkurs mit dem Thema „Wolle  – Was ist das und was mach ich draus?“.

In dieser Spinn-Werkstatt werden verschiedene Wollsorten und Verarbeitungsweisen von Fasern vorgestellt, die nötig sind, um zu einer spinnbaren Faser zu gelangen. Jeder Teilnehmer  erlernt das Spinnen mit der Handspindel und hat außerdem die Möglichkeit, sich am Spinnrad zu versuchen.

In diesem Workshop soll geklärt werden, was alles unter den Begriff „Wolle“ fällt und was sich hinter dem Wort „Schurwolle“ versteckt. Was verrät mir die Lauflänge über die Dicke eines Garns? Was ist der Unterschied zwischen Streichgarn und Kammgarn und wie werden diese Garne hergestellt? Kann ich aus einem Streichgarn Socken stricken oder eignet sich ein Kammgarn  auch für einen fluffigen Schal? Ist ein Dochtgarn nur was für Kerzen und was hat ein Zwirn mit einem Anzug zu tun? Diese und viele Fragen mehr werden wir an diesem Nachmittag klären.

Nach einer kurzen Mittagspause hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit verschiedene „Woll“-Proben zu untersuchen, bevor es an die Verarbeitung dieser Fasern mit Handkarden, Handspindeln oder Spinnrad geht. Es stehen genügend Handspindeln und Spinnräder zur Verfügung. Gerne kann auch eigenes Equipment mitgebracht werden.

Das Werkstatt-Ende wird gegen 17:00 Uhr sein. Kuchen und sonstige Getränke können im Brennstüble des Lana-Salta-Hofs erworben werden. Die Kursgebühren belaufen sich auf 45 € pro Person. Darin enthalten sind: Kaffee/Tee, Materialverbrauch, ein Handout, viel Spaß und ein Knäuel selbst gesponnene Wolle.

Anmeldung bei Kunschtwerk oder per Mail bei Lana Salta: mailto:alpakas@lanasalta.de, mobil: 0171 – 1938120

Inken und ich freuen uns schon auf euren Besuch!

Flyer zum Ausdrucken: Spinn-Werkstatt_2016

Fraktales Spinnen – Farben mischen beim Spinnen

Fraktales Spinnen - gestricktes Tuch aus fraktal gesponnenem Garn
Fraktales Spinnen – gestricktes Tuch aus fraktal gesponnenem Garn

Fraktales Spinnen nennt sich die Technik, mit der man in regelmäßigen Farbfolgen gestreifte Kammzüge fürs Spinnen vorbereitet, verspinnt und verzwirnt, um so die einzelnen Farben in einer bestimmten Reihenfolge in einem fertigen Strickstück (oder Häkelstück) zu erhalten.

Das Wort „fraktal“ geht auf den Mathematiker Mandelbrot zurück, der 1975 diesen Begriff prägte. Er leitete ihn von den lateinischen Begriffen „fractus“ (gebrochen) und „frangere“ (in Stücke zerbrechen) ab und bezeichnete damit geometrische Muster, die aus mehreren verkleinerten Kopien seiner selbst bestehen. Übersetzt bedeutet das, dass ein Kammzug so aufgeteilt wird, dass er aus vielen kleinen Kopien seiner selbst besteht (siehe Schema unten).

gefärbter Kammzug mit wiederkehrenden Farbfolgen
gefärbter Kammzug mit wiederkehrenden Farbfolgen

Erster Schritt – Aufteilung des gefärbten Kammzugs

Der erste Schritt beim fraktalen Spinnen ist, sich die Farbfolge im Kammzug klar zu machen. Der Kammzug hier im Beispiel hat eine gespiegelte Farbfolge: blau – lila – grün – gelb – grün – lila – blau. Das ist sehr angenehm, da man bei einer solchen Farbfolge nicht darauf achten muss, von welchem Ende aus gesponnen wird; hat ein solcher Kammzug doch von beiden Seiten aus die gleiche Farbfolge. Bei anderen Farbfolgen sieht das allerdings anders aus. Ist die Farbfolge des Kammzug zum Beispiel blau – lila – grün – blau – lila – grün, sollte man sich bewusst machen, von welchem Ende aus versponnen wird.

Vorbereitung zum Fraktalen Spinnen - Schema Aufteilung Kammzug

Vorbereitung zum Fraktalen Spinnen - Aufgeteilter Kammzug

Zweiter Schritt – fraktales Spinnen

Der zweite Schritt ist der eigentliche fraktale Teil: der Kammzug wird der Länge nach in Streifen getrennt – zuerst in zwei gleich große Hälften. Anschließend wird die erste Hälfte zur Seite gelegt und die zweite Hälfte nochmals in mehrere Streifen geteilt. Im Beispiel hier sind aus der zweiten Hälfte am Ende acht gleich schmale Streifen geworden. Man sollte allerdings aufpassen, dass die einzelnen Streifen nicht zu schmal sind, damit der einzelne gesponnene Faden (Single) nicht zu dünn wird.

Fraktales Spinnen - Single 1. Hälfte mit langem Farbverlauf
Single 1. Hälfte mit langem Farbverlauf

Die erste Hälfte des Kammzugs wird am Stück auf eine Spule gesponnen. Hierbei entstehen einzelne, ziemlich lange Farbabschnitte.

Single 2. Hälfte mit kurzem Farbverlauf
Single 2. Hälfte mit kurzem Farbverlauf

Die acht schmalen Streifen werden in der gleichen Farbfolge nacheinander auf eine zweite Spule gesponnen. Diese Farbabschnitte sind relativ kurz. Der Single besteht somit aus vielen kleinen Kopien des Farbverlaufs des ursprünglichen Kammzugs.

Abschluss – das Zwirnen

Zum Abschluss werden die beiden Singles zu einem zweifädigen Garn gezwirnt. Das so entstandene Garn wechselt regelmäßig zwischen gemischten und gleichen Farbbereichen.

Fraktales Spinnen - Zusammensetzung eines fraktal gesponnenen Garns
Zusammensetzung eines fraktal gesponnenen Garns

Wie in der Skizze zu sehen ist, trifft das Gelb des Singles aus der ersten Hälfte des Kammzugs auf das Gelb aus dem Single aus der 2. Hälfte des Kammzugs und ergibt somit einen komplett gelben Farbbereich. Das Grün aus dem Single der ersten Hälfte des Kammzugs trifft auf das Grün aus der zweiten Hälfte des Kammzugs usw.

Fertiges Garn
Fertiges Garn

Im fertigen Garn lässt sich gut erkennen, wie sich die einfarbigen mit den gemischten Stellen im Garn abwechseln.

Detailausschnitt des fertigen Tuchs

Besser sieht man die Farbstreifen allerdings, wenn dieses Garn verstrickt ist.  Hier erkennt man die so entstehenden Streifen und Farbverläufe sehr viel deutlicher.

Hier im Beispiel wurde 2-fach verzwirnt. Natürlich kann die Technik auch bei Mehrfach-Zwirnen angewandt werden. Bei einem 3-fach-Zwirn wird der Kammzug in drei gleich Teile geteilt. Anschließend wird wieder der erste Strang auf die Seite gelegt, der zweite in drei Hälften und der dritte in mehrere, z.B. sechs schmale Streifen geteilt. Die Technik ist eine spaßige Art regelmäßig gefärbte Kammzüge zu verarbeiten.

Fraktales Spinnen – Nachmachen dringend empfohlen!

Da Ihr mich nun schon öfter nach einer Anleitung für dieses Tuch gefragt habt, verlinke ich hier zu der freien Anleitung auf Ravelry (allerdings auf englisch): Cadence Shawlette. Wenn Ihr nicht mit englischen Strickanleitungen vertraut seid, dann gibt’s hier die deutsche Übersetzung dazu: Kadenz kleines Schultertuch

Spinn-Werkstatt: Wolle – was ist das und was mach ich draus?

Workshop_Wolle_Was_ist_das_2Am Samstag, den 17. Oktober 2015 um 13:30 Uhr gebe ich bei Inken Bubeck auf dem wunderbar idyllisch gelegenen Lana Salta-Hof in Murrhardt-Hinterbüchelberg einen Spinnkurs mit dem Thema „Wolle  – Was ist das und was mach ich draus?“.  Für alle, die an diesem Tag nicht können, bieten wir als zusätzlichen Termin Samstag, den 31. Oktober 2015 an.

In dieser Spinn-Werkstatt werden verschiedene Wollsorten und Verarbeitungsweisen von Fasern vorgestellt, die nötig sind, um zu einer spinnbaren Faser zu gelangen. Jeder Teilnehmer  erlernt das Spinnen mit der Handspindel und hat außerdem die Möglichkeit, sich am Spinnrad zu versuchen.

In diesem Workshop soll geklärt werden, was alles unter den Begriff „Wolle“ fällt und was sich hinter dem Wort „Schurwolle“ versteckt. Was verrät mir die Lauflänge über die Dicke eines Garns? Was ist der Unterschied zwischen Streichgarn und Kammgarn und wie werden diese Garne hergestellt? Kann ich aus einem Streichgarn Socken stricken oder eignet sich ein Kammgarn  auch für einen fluffigen Schal? Ist ein Dochtgarn nur was für Kerzen und was hat ein Zwirn mit einem Anzug zu tun? Diese und viele Fragen mehr werden wir an diesem Nachmittag klären.

Nach einer kurzen Pause bei Kaffee oder Tee hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit verschiedene „Woll“-Proben zu untersuchen, bevor es an die Verarbeitung dieser Fasern mit Handkarden, Handspindeln oder Spinnrad geht. Es stehen genügend Handspindeln und Spinnräder zur Verfügung. Gerne kann auch eigenes Equipment mitgebracht werden.

Das Werkstatt-Ende wird gegen 18:30 Uhr sein. Kuchen und sonstige Getränke können im Brennstüble des Lana-Salta-Hofs erworben werden. Die Kursgebühren belaufen sich auf 35 € pro Person. Darin enthalten sind: Kaffee/Tee, Materialverbrauch, ein Handout, viel Spaß und ein Knäuel selbst gesponnene Wolle.

Anmeldung bei Kunschtwerk oder per Mail bei Lana Salta: mailto:alpakas@lanasalta.de, mobil: 0171 – 1938120

Inken und ich freuen uns schon auf euren Besuch!

Flyer zum Ausdrucken: 2015_Spinn-Werkstatt