Herbstwald und Quittenduft

Herbstlaub und QuittenVielleicht weil ich ein Herbstkind bin, liebe ich den Herbst. Aber bestimmt liebe ich ihn, weil er wie keine andere Jahreszeit alle Sinne anspricht. Wenn ich im Herbst morgens mit meinen Hunden im Wald spazieren gehe und die kühle Frische auf meiner Haut fühle, dann spüre ich mit jeder Pore, wie lebendig ich bin. Nach diesem nicht enden wollenden heißen Sommer ist das eine willkommene Abwechslung und eine herrliche Wohltat. Früh morgens hat der Wald noch etwas Mystisches. Im Morgennebel wirkt alles noch verborgener und ruhiger als sonst. Die Stille wird nur unterbrochen vom Rascheln des Laubs unter meinen Füßen. Im Duft des Herbstwaldes fühle ich mich geborgen. Der Geruch löst eine süße Melancholie in mir aus, die von der Farbenvielfalt des Herbstwaldes sofort wieder in pure Lebensfreude verwandelt wird. Die hellgelben und rotorangen Blätter heben sich von den dunklen Stämmen ab und hinter jeder Wegbiegung überraschen mich neue Farbzusammensetzungen.

Frische QuittenUnd schmecken kann ich den Herbst nun auch: Meine nette Nachbarin hat mir Quitten aus ihrem Garten gegeben. An diese durften nur die Sonne, der Wind, der Regen und die Bienen und genau so schmeckt auch das Gelee. Aber der Reihe nach. Zuerst muss ich das ja noch herstellen.

Aufgeschnittene QuittenIch habe mal was Neues ausprobiert und mein Quittengelee ohne Gelierzucker gemacht. Das Ergebnis ist sehr lecker, erinnert mich von der Konsistenz und dem Geschmack aber mehr an Honig als an Gelee, darum nannte ich es kurzerhand Quittenhonig. Hierzu habe ich die Quitten heiß entsaftet und auf einen Liter Quittensaft ein Kilo Zucker genommen. Beides zusammen habe ich in einem großen Topf aufkochen und anschließend unter Rühren ca. 50 Minuten köcheln lassen, bis der Saft eingedickt ist und geliert.

Es passten nicht alle Quitten auf ein Mal in meinen Entsafter, darum habe ich noch eine zweite Version Quittengelee auf meine herkömmliche Art hergestellt. Hierzu habe ich auf einen Liter Quittensaft ein Kilo 1:1 Gelierzucker genommen und das Ganze zusammen in einem großen Topf 4 Minuten unter Rühren aufkochen lassen.

Quittengelee und QuittenhonigWusstet ihr, dass die Quitte der Namensgeber für unser Wort Marmelade ist? Laut Wikipedia kommt Marmelade von portugiesisch „marmelo“ für Quitte. Außerdem erfahre ich in diesem Artikel, dass die Quitte Symbol für Liebe, Glück, Fruchtbarkeit, Klugheit, Schönheit, Beständigkeit und Unvergänglichkeit sei. Na, dann kann ja nichts mehr schiefgehen, wenn ich nach meinem Herbstwald-Spaziergang mein Quittengelee auf meinem frisch gebackenen Brot mit einer warmen Tasse Tee in Ruhe genieße. Was gibt es Schöneres?

Wie findet ihr den Herbst? Gefällt er Euch genauso gut wie mir? Und wenn, nicht warum? Schreibt mir doch mal.

Kunschtwerks Armstulpen und Holunderelfe

Jetzt wird's gemütlich!
Jetzt wird’s gemütlich!

Was haben Armstulpen von Kunschtwerk mit Holunderelfen zu tun? Gut, Armstulpen und Kunschtwerk passen zusammen, schließlich sind Stulpen oft gestrickt. Aber was hat das mit Holunderelfen zu tun oder was ist „Holunderelfe“ überhaupt?

Holunderelfe ist ein sehr schönes, informatives und relativ neues Magazin – „eine Zeitschrift mit Herz & Seele“. Geht beim nächsten Bahnhofskiosk vorbei, dort findet ihr sie. Macht es euch zuhause mit der Winterausgabe „Licht“ und einer schönen Tasse Kaffee oder Tee bequem – und los geht’s: Wo ist die Verbindung?

Im Inhaltsverzeichnis könnt ihr einen ersten Hinweis zu meiner Frage finden – ganz oben unter „Anleitungen“ steht: Nordlicht-Armstulpen Seite 8. Schaut dort nach und findet die Antwort: Die Strickanleitung zu diesen Armstulpen kommt von mir. Ich bin überglücklich und natürlich bin ich auch ein bisschen stolz!

Barbara von Kunschtwerk

Ich lebe in Süddeutschland und werde hier wohl kaum ein Nordlicht sehen, aber vielleicht ist es mir in einem Winterurlaub in Schweden mal möglich. Bis dahin labe ich mich an den Nordlicht-Farben meiner Wolle, die ich hier zu dicken, langen und mollig warmen Armstulpen verarbeitet habe. Genau das Richtige für den kommenden Winter.

Kunschtwerk in der Holunderelfe

Die Anleitung ist relativ einfach und auch für Strickanfänger/innen geeignet. Die Armstulpen hab ich aus Dochtwolle gestrickt, die ich mit Naturfarben selbst gefärbt habe.  Mit nur rechten und linken Maschen, in Reihen gestrickt, entstehen dekorative, elastische Querrippen.

Nordlicht-Armstulpen mit Kerze

Weil ich gefragt wurde und mein Shop noch nicht online ist: Die Wolle für die Armstulpen könnt ihr bei mir bekommen. Schreibt mir einfach eine E-Mail mail@kunschtwerk.de.

Nordlicht - dort oben

Und so haben die Holunderelfe und Kunschtwerk nun eine Verbindung – die Nordlicht-Armstulpen. Ich freu mich, auch weiterhin für die Holunderelfe schreiben zu dürfen und bin schon auf die nächsten Themen gespannt. Ich hoffe ihr auch. So viel kann ich schon verraten: In der nächsten Ausgabe geht es um „Kopfsachen“. Aber als aufmerksame Holunderelfen-Leser/innen wisst ihr das schon.

Ach und bevor ich’s vergesse: Außerdem wurde ich noch von der Herausgeberin Kristin interviewt und auch das könnt ihr im aktuellen Heft der Holunderelfe lesen – auf Seite 44.

Wofür schlägt Kunschtwerks Herz?

Spaziergang im Herbstwald

Plötzlich im Zauberwald

Als ich heute Morgen durchs Fenster schaute, erblickte ich einen typischen Herbsttag. Nebel, Nebel, Nebel – ich konnte kaum den gegenüberliegenden Hang sehen. Meine beiden Hunde Silas und Locksley interessierte das allerdings gar nicht. Die wollen raus, egal welches Wetter herrscht. So bleibt mir auch nichts anderes übrig: dicker Pulli, Handschuhe, Schal und Mütze an und los geht‘s.

Dicke eingepackt gehts in den Herbstwald
Dick eingepackt geht’s in den Herbstwald

Im Wald angelangt, kam wie zum Dank auch schon die Sonne durch und zauberte mystische Stahlen durch das Astgewirr. Plötzlich waren wir in einem Zauberwald! War vorher noch alles grau und leblos, so leuchtete das Laub jetzt in den tollsten die Farben. Jeder Winkel summte, im Laubhügel raschelte es, im Licht sah ich kleine Fliegen sich lustig umkreisen.

Hört ihr das Rascheln im Laub?
Hört ihr das Rascheln im Laub?

Ich muss an einen Artikel in der Herbst-Ausgabe der Holunderelfe über das „Waldbaden“denken. Ich finde dieses Wort sehr passend und fühlte ich umgeben von Natur und Leben. Auf einmal nahm ich auch den erdigen Geruch des Herbstwaldes deutlicher war und freute mich am Rascheln meiner Füße im Laub auf dem Weg.

Farbenspiel im Herbstwald
Farbenspiel im Herbstwald

Wahrscheinlich ist das einer der letzten Tage, an dem ich dieses Schauspiel genießen konnte – am kommenden Wochenende soll es schneien. Aber dann genieße ich andere Naturschauspiele.