Tystnad-Schal – mein Schal für die Stille

Barbara mit Tystnad-SchalIch liebe meinen kuschlig warmen Tystnad-Schal 🧣, den ich bereits letzten Winter gestrickt habe. „Tystnad“ ist schwedisch und bedeutet „Stille“ – also Ruhe, Lautlosigkeit und somit das Gegenteil von Lärm. Sie ist für mich die Grundlage, dass ich mich konzentrieren und entspannen kann. Leider kommt das tatsächlich nicht sehr oft am Tag vor. Achtet einmal darauf, wann Ihr wirklich noch Stille um euch habt 🤫. 

Für mich ist Stille schon fast etwas Mystisches – wahrscheinlich, weil sie in der Zwischenzeit so selten geworden ist. Am liebsten genieße ich sie im Wald. Die leisen Geräusche der Blätter im Wind, das Rascheln der Mäuse im Laub und das Zwitschern der Vögel – all das wirkt auf mich sehr beruhigend und lässt mich spüren, dass ich Teil dieser Natur bin.

Wenn ich die Augen schließe und an Stille denke, habe ich eine immer eine weite nordschwedische Winterlandschaft vor Augen: Alles ist mit Schnee bedeckt. Die Natur nimmt sich eine Auszeit und ich will diese nicht stören. Deshalb bewege ich mich sehr langsam und leise durch die schlafende Landschaft. Um es dabei angenehm warm zu haben, brauche ich einen kuscheligen Schal, in den ich mich mollig einwickeln kann. So kann mich die Kälte nicht in Nase und Ohren beißen 😘. 

Strickanleitung Tystnad

Der Tystnad-Schal

Dieses Tuch wird vom rechten Eck zum linken Rand gestrickt. Die Form ergibt sich durch die Zu- und Abnahmen an den Rändern in den Hinreihen. Das Muster entsteht durch abwechselnde Abschnitte aus einem Kraus-rechts-Muster und einem einfachem Lochmuster.

Die Konstruktion des Tystnad-Schal

Was Ihr dazu braucht:

Gestrickt habe ich den Tystnad-Schal aus meinem superweichen „Merino Single Aran“ in „silbergrau“.

300 g Merino Single Aran in silbergrau für den Tystnad-Schal

  • ca. 300g „Merino Single Aran“ in „silbergrau“ von Kunschtwerk (100% Schurwolle (Merino extrafine), superwash, mulesing-frei, Lauflänge 200m auf 100g) – das Ihr in meinem Shop hier bekommt
  • (Rund-)Stricknadeln Nr. 7
  • die Anleitung bekommt Ihr in meinem Ravelry-Shop hier

Der Tystnad-SchalIhr könnt den Schal auch mit einem anderen Garn stricken. Denkt aber daran: Je dicker das Garn und je größer die Nadelstärke, umso größer wird das Tuch!

das bin ich - Barbara GottwikViel Spaß beim Nacharbeiten wünscht

Barbara von Kunschtwerk.de🖤❤️🖤

 

Herbst


Herbst – eigentlich schon Spätherbst, denn: meine Güte, es ist schon fast Ende November. Hatte es gestern nicht noch 30° draußen? Jetzt ist es Spätherbst und ich konnte schon erste Eisblumen in meinem Garten fotografieren. Die Zeit rast an mir vorbei und ich wollte doch dieses Jahr so viel mehr in meinem Blog schreiben. Na, ein bisschen ist es mir ja gelungen. Ich gelobe Besserung!

Ich liebe den Herbst, wenn ich morgens noch im Bett liege, vorsichtig nach draußen blinzele und bunte Bäume durch den Nebel spitzen sehe. Dann hab ich das Gefühl, die Welt ist ruhiger geworden und der Wald noch etwas mystischer. Gemütlich kann ich nun aus meinem Kleiderschrank dicke kuschelige Pullover und Schals aussuchen. Wenn ich so dick eingemummelt dann mit meinen Hunden draußen bin, habe ich das Gefühl, dass mich die Herbstfarben verschlucken. Auf jeden Fall freue ich mich wie ein Kind, wenn das Laub unter meinen Füßen raschelt. Ach ja, ich wird wohl nie richtig erwachsen.

Die Tage werden kürzer – das hört man überall, wenn’s um den Herbst geht. Dass das Licht immer weicher wird, erwähnen die Wenigsten. Aber genau das mag ich total gern. Es ist fast eine Wohltat nach dem grellen Sommerlicht mit seinen harten Schatten. Wahrscheinlich bin ich eine hoffnungslose Romantikerin.

Herbst = Schalzeit 🍁

Leider ist bei mir zuhause noch nicht wirklich Ruhe eingekehrt. Gerne würde ich mich abends aufs Sofa setzen, in eine kuschelige Decke einwickeln und eine gute Tasse warmen Tee trinken – allerdings ist es dann meist schon so spät, dass ich nur noch eine kurze Zeit gemütlich stricken kann, bevor ich dann doch ins Bett gehe.

Ich arbeite gerade an einem quergestricktem Schal. Die Wolle, die ich verwende, habe ich vor Urzeiten selbst pflanzengefärbt. Die drei Stränge sind noch übrig und lagen jetzt schon lange in meinem Stash. Eigentlich hab ich den Schal nur aus Verlegenheit angeschlagen, aber jetzt gefällt mir die Farbzusammenstellung 🍂 doch ganz gut. Ach ja, das Muster erfinde ich so während dem Stricken ☺️

Marktvorbereitungen

Momentan arbeite ich außerdem an den Vorbereitungen zu unserem Weihnachtsmarktstand auf dem Plüderhäuser Weihnachtsmarkt am 1. Advent. Eigentlich wollten wir ein paar unserer Schafe mitnehmen. Das klappt nun leider nicht. Schade! Aber trotzdem freue ich mich auf den Markt. Wir waren ja letztes Jahr schon dort, haben nette Leute getroffen, gute Gespräche geführt und hatten viel Spaß. Drückt die Daumen, dass das Wetter gut wird.

 

Herbst = Veränderung

Der Herbst ist auch die Zeit für Veränderungen und auch bei uns wird sich demnächst einiges verändern. Wir werden wohl den letzten Herbst in unserem schnuckeligen kleinen Häuschen verbringen. Da kommt etwas Wehmut auf, auch wenn ich mich aufs Neue freue. Darüber demnächst mehr.

Herbstwald und Quittenduft

Herbstlaub und QuittenVielleicht weil ich ein Herbstkind bin, liebe ich den Herbst. Aber bestimmt liebe ich ihn, weil er wie keine andere Jahreszeit alle Sinne anspricht. Wenn ich im Herbst morgens mit meinen Hunden im Wald spazieren gehe und die kühle Frische auf meiner Haut fühle, dann spüre ich mit jeder Pore, wie lebendig ich bin. Nach diesem nicht enden wollenden heißen Sommer ist das eine willkommene Abwechslung und eine herrliche Wohltat. Früh morgens hat der Wald noch etwas Mystisches. Im Morgennebel wirkt alles noch verborgener und ruhiger als sonst. Die Stille wird nur unterbrochen vom Rascheln des Laubs unter meinen Füßen. Im Duft des Herbstwaldes fühle ich mich geborgen. Der Geruch löst eine süße Melancholie in mir aus, die von der Farbenvielfalt des Herbstwaldes sofort wieder in pure Lebensfreude verwandelt wird. Die hellgelben und rotorangen Blätter heben sich von den dunklen Stämmen ab und hinter jeder Wegbiegung überraschen mich neue Farbzusammensetzungen.

Frische QuittenUnd schmecken kann ich den Herbst nun auch: Meine nette Nachbarin hat mir Quitten aus ihrem Garten gegeben. An diese durften nur die Sonne, der Wind, der Regen und die Bienen und genau so schmeckt auch das Gelee. Aber der Reihe nach. Zuerst muss ich das ja noch herstellen.

Aufgeschnittene QuittenIch habe mal was Neues ausprobiert und mein Quittengelee ohne Gelierzucker gemacht. Das Ergebnis ist sehr lecker, erinnert mich von der Konsistenz und dem Geschmack aber mehr an Honig als an Gelee, darum nannte ich es kurzerhand Quittenhonig. Hierzu habe ich die Quitten heiß entsaftet und auf einen Liter Quittensaft ein Kilo Zucker genommen. Beides zusammen habe ich in einem großen Topf aufkochen und anschließend unter Rühren ca. 50 Minuten köcheln lassen, bis der Saft eingedickt ist und geliert.

Es passten nicht alle Quitten auf ein Mal in meinen Entsafter, darum habe ich noch eine zweite Version Quittengelee auf meine herkömmliche Art hergestellt. Hierzu habe ich auf einen Liter Quittensaft ein Kilo 1:1 Gelierzucker genommen und das Ganze zusammen in einem großen Topf 4 Minuten unter Rühren aufkochen lassen.

Quittengelee und QuittenhonigWusstet ihr, dass die Quitte der Namensgeber für unser Wort Marmelade ist? Laut Wikipedia kommt Marmelade von portugiesisch „marmelo“ für Quitte. Außerdem erfahre ich in diesem Artikel, dass die Quitte Symbol für Liebe, Glück, Fruchtbarkeit, Klugheit, Schönheit, Beständigkeit und Unvergänglichkeit sei. Na, dann kann ja nichts mehr schiefgehen, wenn ich nach meinem Herbstwald-Spaziergang mein Quittengelee auf meinem frisch gebackenen Brot mit einer warmen Tasse Tee in Ruhe genieße. Was gibt es Schöneres?

Wie findet ihr den Herbst? Gefällt er Euch genauso gut wie mir? Und wenn, nicht warum? Schreibt mir doch mal.